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Staatsname
Deutsch: Republik Botsuana
Englisch: Republic of Botswana
Überwiegend heißes und trockenes Wüstenklima; Winter kühl (gelegentlich Nachtfrost)
Lage
Grenzt im Süden und Südosten an Südafrika, im Nordosten an Simbabwe und im Norden und Westen an Namibia
Größe
582.000qkm
Hauptstadt
Gaborone (ca. 246.000 Einwohner)
Bevölkerung
2,8 Mio. Einwohner (Stand: Okt. 2025)
Landessprachen
Setswana und Englisch
Religionen
ca. 55% Christen; Rest überwiegend animistische Natrureligionen;
Unabhängigkeit
30. September 1966
Regierungsform
Republik mit Präsidialverfassung und Zweikammersystem
Staatsoberhaupt
Duma Boko (Amtsantritt 01.11.2024)
Parlament
Zwei-Kammer-Parlament: „National Assembly“ (61 Sitze, davon 4 vom Präsidenten ernannte Abgeordnete) und House of Chiefs (35 Mitglieder)
Regierungspartei
Botswana Democratic Party (BDP)
Mitgliedschaft in int. Organisationen
Vereinte Nationen und ihre Sonderorganisationen;
Commonwealth;
Afrikanische Union (AU);
Southern African Development Community (SADC);
Südafrikanische Zollunion (SACU)
Bruttoinlandsprod. (BIP)
2025/26: USD 21.9 Mrd.
BIP / Kopf
2025/26: USD 7.000
Republik Botsuana
Unendliche Weite, grandiose Wildnis, paradiesische Gärten Eden: Botswana darf für sich in Anspruch nehmen, alle Facetten eines funkelnden Diamanten zu besitzen. Der grandiose Reichtum an Flora und Fauna, die Unberührtheit der Natur sind sicher Botswanas größter Schatz.
Botswana grenzt im Südosten und Süden an Südafrika, im Westen und Norden an Namibia und im Nordosten an Sambia und Simbabwe. Bei Kazungula im Nordosten treffen sich die Grenzen von Namibia, Sambia und Simbabwe an einem Punkt in der Mitte des Sambesis. Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Volkes der Tswana ab. Nationalfeiertag ist der 30. September, Tag der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich (1966). Botswana gilt seit längerem als Musterstaat für Demokratie in Afrika.
Geographie
Botswana ist 582.000 km² groß und hat rund 1,8 Millionen Einwohner. Damit gehört es zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde. Große Teile des Landes macht die Halbwüste Kalahari im Südteil aus. Sie besteht aus Dorn- und Grassavannen. Darüber hinaus gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit zu großen, seichten Seen werden. Im Nordwesten liegt das Okavangodelta, das große Binnendelta des Flusses Okavango. Weitere bedeutende Flüsse sind der Limpopo an der Südostgrenze, der Chobe River im Norden und der Sambesi an der Nordgrenze. Das Land ist überwiegend Hochland mit wenigen Hügeln. Nur wenige Gebiete wie die Makgadikgadi-Pfanne und die Region am Limpopo liegen unter 1.000 Meter über dem Meeresspiegel.
Bevölkerung
Botswana hat etwa 1,84 Millionen Einwohner und gehört zu den am dünnsten besiedelten Staaten der Erde. Die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung teilt sich wie folgt auf: Sotho-Tswana 75,5 %, Shona 12,4 %, San 3,4 %, Khoi Khoi 2,5 %, Ndebele 1,3 %, andere 4,9 % (darunter ~2 % Europäer). Die Einwohnerzahl ist seit der Unabhängigkeit stark angestiegen, wobei die Anstiegskurve wegen der hohen Sterblichkeit durch Aids zuletzt abflachte und im Jahre 2005 ein Bevölkerungsschwund in der Größenordnung von einem Prozent auftrat, wozu auch die Auswanderung beitrug. Durch die Krise in Simbabwe stieg die Bevölkerung 2008 stark an. Ende 2008 lebten fast 800.000 Flüchtlinge aus Simbabwe in Botswana.
Sprachen
Amtssprachen sind Englisch und Setswana. Auf Englisch verhandelt das Parlament und alle größeren Zeitungen erscheinen in englischer Sprache. Auch in der Schule wird ab der Sekundarstufe in Englisch unterrichtet. Gleichwohl findet die Kommunikation in der Bevölkerung auf Setswana, einer Bantusprache, statt, die von dem überwiegenden Teil der Einwohner verstanden wird und die auch Unterrichtssprache in der Grundschule ist.
Religionen
Örtliche traditionelle Glaubensrichtungen 49,2 %
Protestanten 29,0 %
Afrikanische Christen 11,8 %
Katholiken 9,4 %
andere 0,6 %
Geschichte
In vorkolonialer Zeit war das Gebiet des heutigen Botswana von mehreren kleinen Königreichen der Tswana beherrscht, die unter dem Druck einwandernder Buren um britische Hilfe baten. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland schloss mit den Tswana-Herrschern Schutzverträge und bald darauf war das Gebiet von 1885 bis 1966 unter dem Namen Bechuanaland das größte britische Protektorat im südlichen Afrika. 1961 gewährte man den Einwohnern eine eingeschränkte Autonomie und es bildeten sich die ersten politischen Parteien. Botswana erlangte schließlich am 30. September 1966 seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich und wurde Mitglied des Commonwealth und proklamierte auch seinen neuen Namen.
Wirtschaft
Botswana hatte im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten ein sehr hohes Wirtschaftswachstum, das sich auf durchschnittlich jährlich 9% belief. So hat sich das Land von einem der ärmsten Länder der Erde zu einem Land mit mittlerem Einkommen entwickelt und verfügt über das höchste Kredit-Rating in Afrika. Die Wachstumsrate ging aber zwischen 2003 und 2007 auf unter 5 % zurück. Botswana ist besonders stark von der Finanzkrise betroffen: 2009 wurde eine Rezession von 12 % festgestellt.
Wegen seiner politischen Stabilität, wirtschaftlichen Entwicklung und der stetigen Verbesserung der Lebensumstände wird Botswana oft als ein „Musterland“ Afrikas bezeichnet. Dies ist einerseits dem Umstand zu verdanken, dass erst kurz nach Erlangung der Unabhängigkeit reichhaltige Diamantenminen entdeckt wurden, aber andererseits auch dem Umstand, dass die so gewonnenen Mittel auch tatsächlich überwiegend in die Entwicklung des Landes investiert wurden. Durch die hohe AIDS-Rate und die damit verbundene hohe Sterblichkeit ist aber die weitere wirtschaftliche Entwicklung Botswanas sehr gefährdet.
Des Weiteren verfügt das Land über eine stabile Währung, den Pula, dessen Wechselkurs sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro in den letzten Jahren angestiegen ist.


